Anonymous Hamburg
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Am 30.08.2012 haben wir offiziell die Kampagne gegen das Leistungsschutzrecht gestartet und seitdem ist viel passiert.

Angefangen hatte alles damit, dass wir mit vielen anderen Netzaktivisten sämtliche Bundestagsabgeordnete anschrieben, um unseren Unmut kundzutun. 
Wir erhielten einige Antworten, positiv wie negativ und bedankten uns bei allen MdB, welche sich Zeit genommen haben uns ein paar Worte zu schreiben.
Einige Antworten sind auch im letzten Blogpost nachzulesen.
Amüsanterweise bekamen wir teilweise von dem ein oder Anderen MdB vorgeworfen, dass wir in die Sterne schauen würden und unsere Sorge nicht berechtigt wäre.

Doch wir Wahrsager haben anscheinend ein recht gutes Gespür für das Netz, denn genau unsere Bedenken äußerte auch das Max-Planck-Institut für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht.
https://netzpolitik.org/2012/wissenschaftler-gegen-leistungsschutzrecht-gefahr-unabsehbarer-negativer-folgen/
http://www.ip.mpg.de/files/pdf2/Stellungnahme_zum_Leistungsschutzrecht_fuer_Verleger.pdf


Nachdem wir ja bereits im August dazu aufriefen, die MdB anzuschreiben, kam jetzt auch endlich Google auf die Idee und startete seine ganz eigene Kampagne 
um den Druck von außen zu erhöhen
 https://netzpolitik.org/2012/google-startet-kampagne-gegen-das-leistungsschutzrecht

Für eine ordentliche Diskussion des Leitungsschutzrechts ist aber weiterhin Druck durch die Bevölkerung nötig, daher kommt die Kampagne von Google gerade ganz recht.

Eine Nachricht auf neunetz.com habe die Bundestags-Linken per Anfrage heraus finden lassen, wann nun die Debatte stattfinden soll.
Die Antwort war: Eine Dikussion wird stattfinden, aber am Donnerstag um 1:50-2:25Uhr. 35 Minuten mitten in der Nacht.

Update I :
Nach Anfragen von Ole Reißmann an Petra Sitte (Die Linke) soll die Debatte am Donnerstag um 22.35 Uhr stattfinden.

Update II:
Weiter aktuellere Infos hier:
http://blog.die-linke.de/digitalelinke/leistungsschutzrecht-fur-presseverlage-im-bundestag/
Wenn man die Redewendung "unchristliche Zeit" wörtlich nimmt, nimmt die zu überzeugende Partei an dieser Debatte nicht einmal Teil.

Es ist also auf jeden Fall weitere Unterstützung von uns Bürgern notwendig. Wie wir bereits zuvor dazu aufriefen, Bundestagsabgeordnete zu kontaktieren, so tun wir das weiterhin.

Informationen und Musterschreiben sind bei unserem älteren Blogeintrag zu dem Thema zu finden
http://hamburger-anon.blogspot.de/2012/09/das-leistungsschutzrecht-und-du.html

Am 29.09.2012 fand in Düsseldorf der Gigaraid statt. Mit dabei waren Fags aus ganz Deutschland, Holland, der Schweiz und sogar aus Frankreich, um den Scientologen zu zeigen, dass Anon Düsseldorf sie nicht vergessen hat und ihnen weiter auf die Nerven gehen wird. Man traf sich an einem Treffpunkt in der Nähe. Nach anfänglichen Momenten des Stresses ging es erst einmal ohne Maske zur Mission. Letztendlich war es uns allen wichtiger, Scifags zu trollen, als es wegen dem Detail sausen zu lassen! Im Regen und über gesperrte Straßen zogen wir durch Düsseldorf. Begleitet von Kampfrufen und für die umstehenden Leute fragwürdig-guter Musik.

Dort angekommen war die Gunst aber auf unserer Seite, wir durften die Masken, Greensuits und alles Andere tragen. Dies war sehr willkommen, denn für uns Kellerkinder war der Anblick vermummt doch erträglicher!

Prompt verzog sich der Regen - Alles war auf unserer Seite! Und das sogar wörtlich: Unsere Straßenseite wurde mit allerhand Schildern, Flaggen, Getränken und Kuchen ausgestattet. Hochmotiviert wartete man nicht einmal kurze Regenphasen ab, um die Straße mit Kreide zu beschriften. Besonders die Frenchfags leisteten hier ihren Teil! Selbige sorgten auch mit weiteren Rufen und Tanzeinlagen für richtig Stimmung.


Durch die unglaubliche Masse von Anons setzten sich einige an der angrenzenden Kreuzung ab und wiesen den Verkehr auf die Demo hin - belohnt mit Hupkonzerten und lachenden Gesichtern. Weitere Gruppen tanzten zur Musik, unterhielten sich, bemalten weiter die Straße und schwenkten die große Anzahl von Flaggen.

Recht früh stürmten aus der Ruhe gebrachte Scifags nach draußen und diskutierten mit den Polizeibeamten. Erfolglos. Demotiviert dampften sie wieder ab in ihre Mission, welches wir mit weiteren Rufen begleitet haben.

"AUSSTEIGEN! - AUSSTEIGEN! - AUSSTEIGEN!"

Ein Scientologe trat sogar vor die Tür und beobachtete eine Weile unser Treiben. Ein Zweifler? Ein potentieller Aussteiger? Alleine das wäre es die Mühe wert gewesen! Und die Mühen waren wirklich gigantisch. Nicht nur das Orgateam, dass für ein fülliges und geniales Programm gesorgt hat, unterstütze die Raid: Berliner sorgten für ordentlich Musik, Frankfurter übersetzten und die bereits erwähnten Einsätze der Franzosen können nicht weiter hervorgehoben werden.

Eigendlich jeder an dem Tag sorgte dafür, aus der Gigaraid einen denkwürdigen Tag zu machen. Denkwürdig wie einige andere Tage in diesem Jahr, welche ebenfalls später aufgezählt wurden und als Epic-Fails seitens Scientologys in die Geschichte eingehen dürften: Cruise' Trennung mit Katie, welche nun für das Wohl ihrer Tochter kämpft, als auch der gerade durchstartende Film "The Master", der derzeit nur in amerikanischen Kinos zu sehen ist - dafür mit bombastischen Erfolg. Cruise is not amused!
Doch auch eher traurige Momente in diesem Jahr wurden angesprochen, wie etwa der Tod des Sohnes vom Scientology Präsidenten Heber Jentzsch, über den es nur Gerüchte zur Todesursache gibt. Über einen weiteren Todesfall - aus unseren Reihen des deutschen Anonymous Netzwerkes - wurde auch eine Trauerminute abgehalten. RIP sh4rki.

Etwas getrübt darüber sorgten wir aber weiter dafür, die Stimmung wieder zum Maximum zu treiben - Mit noch mehr Kuchen und noch mehr Tanzeinlagen!


Im Programm enthalten waren auch Schwertkämpfe, Limbowettbewerbe und mehrere Runden Piñata. Dabei geht es darum, mit verbundenen Augen ein Pappmaché-Piratenschiff zu zerschlagen, um an die Süßigkeiten im Inneren heran zu kommen.

Zu diesem Zweck schickten wir sämtliche Femanons ins Rennen, die diese Raid zu bieten hatte - es waren wahrlich nicht wenige! Doch erst die geballte Kraft einer Hamburgerin, welche ohnehin für durchschlagende Verbalität bekannt ist, versenkte das Schiff auf eine Weise, nach der es nicht mehr zu flicken war.

Nach vielen Stunden des Trollens, Tanzens, Demonstrierens und Gesprächen untereinander neigte sich die Raid dem Ende zu. Doch der Abend war noch jung! In einem großen Zug von Anons ging es wieder durch Düsseldorf - begleitet von vielen Blicken der Bürger. Oft wurde genuschelt "Wer sind die denn?" - Eine Frage, die mit einem Schild beantwortet wurde, welches durchgehend hochgehalten wurde:

"DON'T WORRY! WE ARE COMING FROM THE INTERNET! -und WE ARE NOT OCCUPY!".
Der Abend wurde dann in einem Pub gemütlich zuende geführt

Begleitet von langen Gesprächen und Karaoke ließen wir es uns gut gehen. Das wir dabei noch einiges an Energiereserven übrig hatten, zeigte noch einmal eine massige Tanzeinlage in der Bar.

Allgemein haben wir den Pub mit unserer Manpower dominiert. Unmöglich einen Platz zu finden, bei dem man vor uns Ruhe hatte. Und so muss das sein. Und mit dem gleichen Ziel werden wir auch weiterhin mit Raids den Scientologen einheitzen!

Vor uns gibt es keine Ruhe mehr. Bis der letzte Scientologe den Weg aus der kriminellen Vereinigung finden wird, werden wir auf der Straße stehen. Ach ja und für Lulz ist in Zukunft auch immer gesorgt - dafür sorgen dann die Scifags! Expect us!


Am 15. September diesen Jahres haben einige von uns die Veranstaltung "Ein Netz für Alle" der Bundestagsfraktion Die Linke und der Rosa Luxemburg Stiftung in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt in Berlin besucht.
Die Veranstaltung versprach zwei interessante Keynotes und Diskussionspanels am Puls der Zeit, was die Entwicklungen im und um das Internet angeht. Wir haben den Großteil der Veranstaltung für euch aufgezeichnet und werden, nachdem die Videos aufbereitet sind, euch diese nach und nach zugänglich machen.

Die Panels hielten nicht immer das was sie versprachen, dazu aber später mehr, die Keynotes fanden wir jedoch wirklich gut.

Beginnen werden wir mit dem Release von Glyn Moody's Keynote, der 2. und die hielt er in Englisch.

Barrett Brown wird vom FBI verhaftet, eine 27jährige Frau liegt seit 4 Jahren wegen Narconon im Koma, der Film "The Master" erhält viele Auszeichnungen und die Telecomix werden geDDOSt -  von Anonymous?

Anonymous Hamburg in der Arte Doku "Rebel Yell", Julian Assange plant eine Stellungnahme zu seiner möglichen Auslieferung, die Hamburger Scientology Org stellt eine "Mutprobe" und Tommy Davis und seine Frau Jessica Feshbach sind verschwunden.

Was ist Vorratsdatenspeicherung(VDS)?

Foto: CraXplore, Quelle: Flickr, CC BY-ND 2.0

Im Zuge der Vorratsdatenspeicherung werden alle Kommunikationsdaten Personenbezogen 6 Monate lang gespeichert, obwohl sie aktuell nicht benötigt werden.
Es ist eine Vorgabe der EU, beschlossen am 21.2.2006 mit der Richtlinie 2006/24/EG über die Vorratsspeicherung von Daten.
Die Speicherung der Daten soll die Aufklärung "schwerer Straftaten" erleichtern und wird von Befürwortern als "unverzichtbares Instrument der Terrorismusbekämpfung" gesehen.

 Die VDS wurde in Deutschland am 31. Dezember 2007 durch das Bundesgesetztblatt verkündet und trat somit in Kraft, die Bundestagsabgeordneten hatten trotz "schwerwiegender politischer und verfassungsrechtlicher Bedenken" zugestimmt.

Das Bundesverfassungsgericht schränkte die VDS im März 2008 durch eine einstweilige Verfügung stark ein und mit dem Urteilsspruch vom 2. März 2010 wurde die VDS komplett für Verfassungswidrig erklärt.
Seitdem dürfen in Deutschland keine personenbezogenen Daten mehr ohne Anlass gespeichert werden.

Die EU droht nun mit einer Strafzahlung, wenn Deutschland die VDS nicht gemäß ihren Vorgaben umsetzt.

Der am häufigsten diskutierte Punkt der VDS sind die gespeicherten Kommunikationsdaten und somit der Eingriff in das im Grundgesetz verankerte Fernmeldegeheimnis.

CC-by-nc-nd  http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de

Die Kommunikationsdaten beinhalten:

Bei E-Mails:
  • IP-Adresse (die Adresse, die jedem Haushalt/Router vom Anbieter zugewiesen wird) jeder E-Mail (Sender + Empfänger)
  •  IP-Adresse desjenigen, der sich in sein E-Mail Postfach einloggt (auch ohne Mails abzurufen oder zu beantworten)
  • Die Mailadressen von Seinder und Empfänger 
Nicht gespeichert wird der Inhalt der E-Mail
.
Bei Telefonaten:
  • Telefonnummern beider Teilnehmer
  • Name und Anschrift beider Teilnehmer
  • Datum und Uhrzeit des Gespräches
  • Gesprächsdauer
  • Bei Mobilgeräten: Angemeldeter Funkmast und somit der Standort
  • Bei Mobilgeräten: Hardware-Kennung des Gerätes (IMEI)
  • Bei Prepaid-Handys kann Name und Adresse nicht bestätigt werden, daher wird Datum, Uhrzeit und Standort der ersten Aktivierung gespeichert.
Bei SMS/MMS:
  • Name und Anschrift von  Sender und allen Empfänger
  • Datum und Uhrzeit der SMS/MMS
  • Standortdaten
Beim Internet surfen:
  • IP-Adresse beim einloggen ins Internet
  • Name, Adresse und Teilnehmerkennung
  • Auch auf dem Server den man anwählt wird die IP gespeichert - dadurch wird jede angewählte Seite nachvollziehbar 
CC-BY 2012 http://piratenbrandenburg.de

Warum sind wir gegen eine Vorratsdatenspeicherung?

1) Die Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen EU-Recht und gegen deutsches Recht. 
Sie verstößt gegen das Telekommunikationsgeheimnis und gegen die Unschuldsvermutung.

2) Die Vorratsdatenspeicherung ist unverhältnismäßig.
Sie erfordert einen erheblichen Aufwand zur Datenspeicherung.
Dagegen steht, dass laut einer Studie des Max-Planck Instituts aus 2007 bisher nur 2% der angezeigten Straftaten nicht mehr verfolgt werden, weil die entsprechenden Telekommunikationsdaten nicht mehr vorlagen.
Zudem ist die Aufklärungsrate der "Telekommunikations-Straftaten" bereits ohne VDS weit über dem Durchschnitt von anderen Straftaten.
Abgesehen davon wissen die "wirklich" Kriminellen in der Regel, wie man durch Anonymisierungsdienste die VDS umgeht.

3) Es besteht ein hohes Missbrauchsrisiko.
Die gesammelten Daten hätten einen sehr hohen Wert für Hacker und Wirtschaft, da sich u.a. aus den Handydaten Bewegungsprofile einzelner Menschen ableiten lassen.
Außerdem könnten diese Daten genutzt werden um z.B. Staatskritische Personen aufzuspüren oder ihnen etwas anzuhängen.
Strafverfolgungsbehörden haben auch ohne richterlichen Beschluss Zugriff auf diese Daten und könnten sie illegal benutzen.

Links:
AK Vorrat

Unterzeichnen Sie hier gegen die VDS:
https://www.campact.de/

Medienanwalt Christian Solmecke zur VDS und Filesharing:
http://www.wbs-law.de/

Die GEMA hat derzeit unter http://www.musik-ist-uns-was-wert.de/ Werbeaktion geschaltet unter dem Motto: Musik ist uns was wert.
Dort könnt ihr Eure Lieblings-Songs posten und ggf. etwas gewinnen.

Was soll das?
Werbung machen für die GEMA mit deren Modell promoten?

Nee lieber mal die Kampage busten, und die Aktion raiden.

Das ist die Gelegenheit der GEMA zu sagen wie wenig wir sie, und wie viel wir ein neues Urheberrecht im digitalen Zeitalter brauchen.
Und das Beste: Die schreiben sich die Kritik selbst auf Ihre eigene Seite.


CC-BY-NC-SA Steve Wheeler

Unser Aufruf also:
Statt der üblichen "bekannten" Titel postet Musik, die unter den Creative Commons Lizenzen steht.
Weißt in dem Text am besten darauf hin, dass diese Musik kostenlos ist, frei verfügbar, geremixt werden darf, geshared werden darf - Je nach Lizenz.

Das Ganze geht dann öffendlich auf die GEMA Seite, wird google indiziert etc.

Aber seid dabei kreativ!
Die Einträge werden von der GEMA natürlich geprüft, aber wenn man sich nicht nur auf "plumpen" Protest beschränkt sondern die Musik wirklich individuell erläutert statt nur zu spammen werden diese Einträge dennoch freigeschaltet!
Unter "alle Ansehen" findet ihr bereits einige Einträge, die diese Hürde gemeistert haben.

(Aber wie immer: Vorsichtig mit euren Daten!)


Quelle: http://www.futureexploration.net/blog/2006/07/launching_the_future_of_media_1.html

Gute Musik um euren CC Lieblingsong zu finden findet Ihr zum Beispiel hier:


Good Hunting.


Es mag sich nach Verschwörungstheorie oder Science Fiction anhören, doch leider belegen die Dox, das es Wahr ist:Die EU sponsort einen Forschungsauftrag mit 15 Millionen Euro, der den Namen "Indect" trägt. Indect ist eine tollle Abkürzung für: "Intelligent information system supporting observation, searching and detection for security of citizens in urban environment".
Oder zu deutsch:Intelligentes Informationssystem zur Unterstützung von Observationen, der Suche und Auffindung für die Sicherheit der Bewohner in Städtischer Umgebung.


Doch was macht INDECT genau?

INDECT ist ein Programm, das Informationen sammeln soll. Es soll auf Überwachungskameras (z.b. Verkehrsüberwachungskameras, Kameras vor und in Geschäften) zugreifen können, genauso wie auf das Internet. Da die Datenflut dieser ganzen Kameras kein Mensch mehr bewältigen kann kommt nun INDECT zum Einsatz um das Datenmaterial zu sichten.

INDECT wird Maßstäbe ansetzen für "normales" Verhalten − und wer von normalem Verhalten abweicht ist Verdächtig.

Sollte eine Person verdächtig genug erscheinen werden dann Maßnahmen eingeleitet:
INDECT kann das Handy der Person anzapfen, die Polizei verständigen und, sollte die Person z.b. mit dem Auto unterwegs sein, Drohnen starten, die Person verfolgen und die Polizei bis zur Festnahme unterstützen. Als wäre das noch nicht genug würden natürlich nicht nur die Daten der Überwachungskameras ausgewertet, sondern auch Daten aus dem Internet (Foren, Facebook, Twitter, ect.).



Schnell wäre ein Überwachungsstaat geschaffen.

"Noch" ist das Ganze ein Forschungsprojekt. Unter anderem an der Uni Wuppertal wird es entwickelt. Doch es soll (nach immer mal wieder dementierten und dann wiederkehrenden Gerüchten) bereits in Polen bei der EM gegen Hooligans eingesetzt werden.Selbst das BKA soll sich von INDECT distanziert haben, weil es zu weit geht. Der Grundtenor lautet: "In Deutschland undenkbar, doch wir könnens verkaufen".


Weitere Infos / Dox:
Offizielle Seite: http://www.indect-project.eu/
Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/INDECT
Stoppt Indect:http://www.stopp-indect.info/?page_id=46&lang=de
Erste geleakte / veröffentlichte Texte:http://indect-yrwrf.posterous.com/indect-papers
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Berichte zu Indect:Bayern2:http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/politik-gesellschaft/ueberwachung-indect-europa100.html
Piraten vs. Indect:http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung/bericht-des-innenministeriums-zu-indect-%C3%B6ffentlich-machen-piraten-wenden-sich-gegen
Operation auf Anonymous-Bremen:http://anon-hb.ning.com/forum/topics/operation-stop-indect?xg_source=activity
Video aus der Operation von 3Sat in besserer Qualität:http://www.youtube.com/watch?v=F_izSRnT98Q
Die Köpfe hinter Indect:http://fm4.orf.at/stories/1694349/
Westpol über Indect:http://www.youtube.com/watch?v=hOS9h62loXM&feature=youtu.be
Phoenix: Städte in Angst - Indect.http://www.youtube.com/watch?v=RMuZJVfytrI&feature=g-u-u&context=G2b787e8FUAAAAAAAAAA
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Freimachung des Weges // Drohneneinsatz in Europa:Drohnen auch für nichtmilitärische Zwecke einsetzen:http://www.gulli.com/news/17798-deutschland-drohnen-zur-videoueberwachung-2012-01-03
Natürlich ist auch England vorne mit dabei:http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/35054/
Eu will mehr Drohnen:http://heise-online.mobi/tp/blogs/8/151231?from-classic=1
Gesetzesänderung für Drohneneinsatz:http://www.internet-law.de/2011/12/bundesregierung-will-drohnen-zulassen.html
Und genehmigt:http://www.heise.de/tp/artikel/36/36309/1.html
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Linksammlung im Forum:http://www.anonamegame.net/forum/showthread.php?tid=346
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Testlauf in Polen:http://www.derwesten.de/politik/polen-plant-die-totale-ueberwachung-der-em-fans-id6130223.html

Wir haben für euch die wichtigsten Events in der Geschichte des Anti Counterfeiting Trade Agreement und dem Widerstand gegen das Abkommen in einer interaktiven Timeline visualisiert.



Den Link dorthin findet Ihr hier:

http://www.tiki-toki.com/timeline/entry/26886/ACTA-Timeline/

Das ganze wäre natürlich nicht möglich gewesen ohne die Informationen von http://www.laquadrature.net/ und Wikileaks


Wenn ihr Fehler findet, oder möchtet dass noch Dinge hinzugefügt werden, schreibt es uns in die Kommentare zu diesem Blog Eintrag.



Die Demo ist vorbei, und sie war gut.
Wir schätzen es waren ca. 4000 Menschen dabei, die Polizei schätzt 1500, irgentwo dazwischen wirds liegen.
Die Stimmung war super, trotz einer steifen Briese hielten fast alle Demonstranten bis zur Endkundgebung.



Mehr Bilder findet ihr hier in dieser Gallerie:
Bilder von der Anti-Acta Demo Hamburg am 25.02.2012

Wir hatten die Gelegenheit ein Rede vorzutragen zusammengestellt aus den Punkten die in den IRC Netzwerken und Twitter genannt wurden sowie unseren Blogkommentaren, gemischt mit eigemen Imput.


Bild gemacht von: https://twitter.com/#!/kleinertod

Die Rede von Anonymous Hamburg zur Anti-Acta Demo am 25.02.2012 könnt ihr hier als PDF herunterladen

die Abschlusspresserklärung des Bündnisses gegen ACTA findet ihr hier:
http://www.stoppacta-hamburg.de/pressemittelung-zur-demonstration-hamburg-gegen-acta-am-25-02-2012/

Wir freuen und auch weiterhin gemeinsam in Hamburg gegen ACTA zu kämpfen.

Unserem Call for Speeches auf Twitter sind einige nachgekommen, hier
eine vorläufige Auswahl (weitere Updates folgen) :

Von Akuma
Moin Moin, Hamburg!

Es freut mich hier so viele kreative Menschen zu sehen, besonders da wir durch den Protest gegen Acta alle in der Kritik stehen. Die Industrielobby, die Acta entgegen aller Demokratischen Grundsätze über Jahre hinweg hinter verschlossenen Türen ausgehandelt hat nannte die Proteste kürzlich einen "Angriff auf Demokratische Institutionen", oder auf gut deutsch gesagt: Terrorismus.
Doch wenn ich hier in all die Gesichter (ob mit oder ohne Masken) schaue und sehe wie friedlich die Menschen europaweit demonstriert haben und von ihrem Recht der Meinungsfreiheit gebrauch machen frage ich mich ernsthaft wo die Lobby hier "Terroristen" sieht. Der einzige Angriff den ich hier erkennen kann ist der Angriff auf einen versuch ein veraltetes Urheberrecht mit undemokratischen Mitteln zu Zementieren.
Acta wurde in einem Geist ausgehandelt, den wir nicht akzeptieren können, die 3-Störungen-Regel steht zwar nicht mehr drin, zeigt aber deutlich, welche Gedanken hinter diesem Vertrag stecken. Und da können die Lobbyisten noch so oft behaupten, es würde sich für uns nichts ändern!

Uns ist aber auch wichtig, das wir nicht im falschen Licht dargestellt werden. Wir sind keine Generation von Verbrechern. Keine "Raubkopierer". Wir nutzen nur ein Medium das offenen und schnellen Informationsaustausch ermöglicht und somit ein Grundprinzip der Freiheit enthält.
Und dieses Medium lassen wir uns weder nehmen noch einschränken. Und wenn dazu ein über 150 Jahre altes Urheberrecht geändert werden muss dann sagen wir nur: "Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert! Geht mit der Zeit!" Alles andere hat sich auch Entwickelt. Vom Auto über Gebäudetechnik, vom Druck bis zu Musik, von der Industriellen Fertigung bis zur Handarbeit. Warum also sollte der Staat und seine Gesetze sich nicht weiterentwickeln?

Darum möchten wir euch bitten:
Demonstriert! Seid Laut, Bunt und vor allem Kreativ! Informiert die Menschen, die euch ansprechen, über Acta, nehmt euch die Zeit! Macht klar, das wir gegen die Überwachung des Internets sind aber auch ein zeitgerechtes Vergütungsmodell für Urheberrechtlich geschützte Werke fordern indem die Schöpfer dieser Werke gerecht entlohnt werden.

Lasst euch nicht einschüchtern von Politikern, die das Internet nicht verstehen und Angst vor der Freiheit haben die dieses System bietet und auch nicht von einer Industrie die verzweifelt den Strohhalm greift um ihre Einkünfte auf kosten unserer Freiheit zu sichern!




Von @_Golden_Rule_

Auch wenn hier (vermutlich) viele Leute mit Masken rumlaufen, bewaffnet mit Schildern, die der Durchschnittsbürger nicht versteht, so wird hier doch ein gemeinsames Anliegen aller freien Bürger verhandelt.

Besonders wir Deutschen haben durch die Zensurtätigkeit der Gema schon einen Vorgeschmack auf die negativen Auswirkungen von Acta und ähnlichen Abkommen. Deshalb sollten besonders _wir_ empört aufschreien, wenn in Hinterzimmern Absprachen getroffen werden, die den freien Informationsfluss noch weiter einschränken. Absprachen, die mit Hilfe drakonischer Strafen versuchen, ein sterbendes Modell der Verwaltung von Urhheberrechten künstlich am Leben zu erhalten.

Wir fordern keine kostenlose Versorgung mit den Erzeugnissen der Unterhaltungsindustrie, wir fordern kein Recht zum Diebstahl geistigen Eigentums und keinen rechtsfreien Raum.
Wir fordern ein zeitgemäßes und vorallem dem Medium Internet angemessenes Urheberrecht.
Ein Urheberrecht, das fair für alle Beteiligten ist, ohne dem neuen Medium Internet eine Zwangsjacke anzulegen. Produzenten und Konsumenten von Medieninhalten aller Art können an einem Strang ziehen, wenn man ihnen einen geeigneten rechtlichen Rahmen gibt.

Die heutige Generation der Gesetzgeber ist nicht mit dem Medium Internet aufgewachsen. Viele nutzen es nicht einmal regelmäßig. Wie können wir da erwarten, dass sie alle Zusammenhänge und vorallem das Potential des Internets erkennen? Gleiches gilt noch für einen großen Teil der Bevölkerung.
Deshalb ist der Dialog, das Gespräch, unser wichtigste Werkzeug, um einen gemeinsamen Weg zu finden.
Wir sollten versuchen, uns nicht als Subkultur zu präsentieren.
Denn wir kämpfen für die kulturelle, wissenschaftliche und nicht zuletzt ökonomische Zukunft der _ganzen_ Gesellschaft.
Wenn wir _das_ erfolgreich vermitteln können, dann kann sich Acta engültig verabschieden.


Von Anonymous



Von kantorkel

Frequentia vestrum incredibilis, Anonymous, contioque tanta, quantam meminisse non videor, et alacritatem mihi summam defendendae rei publicae adfert et spem recuperandae. Quamquam animus mihi quidem numquam defuit, tempora defuerunt, quae simul ac primum aliquid lucis ostendere visa sunt, princeps vestrae libertatis defendendae fui. Quodsi id ante facere conatus essem, nunc facere non possem.


Überetzung:

Eure außerordentlich zahlreiche Anwesenheit, Anonymous, und die Größe eurer Versammlung, die alles, woran ich mich zu erinnern glaube, übertrifft, erfüllt mich mit dem lebhaftesten Mut, die Verfassung zu verteidigen, und mit Hoffnung, sie wiederherzustellen. Zwar hatte es mir nie am guten Willen gefehlt, aber die Zeitverhältnisse sprachen dagegen. Sobald sich diese nun wieder etwas aufzuhellen schienen, war ich der erste, der eure Freiheit verteidigte. Hätte ich versucht, dies früher zu tun, so könnte ich es jetzt nicht tun.


(Quelle M. TULLIUS CICERO VIERTE REDE GEGEN M. ANTONIUS - VOR DEM VOLK GEHALTEN unwesentlich verändert )

Anonymous Hamburg ruft als Teil des „Hamburger Bündnisses gegen ACTA“ zur zweiten Großdemonstration am 25. Februar 2012 auf



Nach den erfolgreichen Protesten vom 11. Februar mit deutschlandweit über 100.000 Teilnehmern, ruft Anonymous Hamburg erneut dazu auf, den elterlichen Keller zu verlassen und den Klicks im Internet auch im echten Leben Taten folgen zu lassen. Protestiert wird am Samstag, den 25. Februar. Auftakt ist um 14:00 Uhr auf dem Hamburger Rathausmarkt.

Als Teil des „Hamburger Bündnisses gegen ACTA“ demonstrieren wir für freies Internet und eine zeitgemäße Reform des Urheberrechts. Wir fordern eine Debatte über ein für das digitale Zeitalter angemessenes Urheberrecht und sprechen uns gegen die Zementierung eines überholten und veralterten Modells aus. Als Verfechter von Transparenz - insbesondere in der Politik - lehnen wir ein im Geheimen verhandeltes Abkommen ab und fordern eine Stärkung des europäischen Parlaments gegenüber der EU-Kommission und somit eine stärkere Demokratisierung von Verhandlungen zukünftiger Abkommen.

Andere Bündnispartner:
Gemeinsame Pressemitteilung des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Hamburg, des Attraktor e.V. und des Chaos Computer Clubs (CCC) Hamburg zur Demonstration "Hamburg gegen ACTA" am 25.02.2012 (24.02.2012)


So Letzte Chanche was zu tun, also auf gehts!





STOP ACTA Demo am 25.02. in ganz Deutschland!
Download des Videos zum reupload:
http://www.file-upload.net/download-4125966/Sequence-01_1.wmv.html
Finde eine Demo in deiner Nähe hier:
http://wiki.stoppacta-protest.info
Der ACTA Vertragstext in Deutsch: LEST IHN!
http://register.consilium.europa.eu/pdf/de/11/st12/st12196.de11.pdf
Wikipedia über ACTA:
https://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement
Weltkarte ACTA Proteste https://maps.google.com/maps/ms?msid=212120558776447282985.0004b7b33e16f13c71...

Massenprotest gegen Acta http://www.facebook.com/events/182716005161256/
Online Petition gegen Acta http://www.avaaz.org/de/eu_save_the_internet_spread/?tta
Infovideos über ACTA:
la qaudrature du net: Say no to Acta
http://www.youtube.com/watch?v=5KJXSVeVjKA
ARD Beitrag über ACTA:
http://www.youtube.com/watch?v=vMz5De_k6-M
Musik: Professor Kliq - Surfs Up (Eat Shit)
http://www.jamendo.com/de/track/398214

Heute gab es viel Aufruhr um das Video "Was ist ACTA?" oder, wie es im Original hieß, "NO ACTA - Stop the Kraken". Gleichzeitig wurden viele Beschwerden laut, dass Teile des Videos nicht ganz akkurat seien.
Es handelt sich hierbei um ein Video, dessen Geschichte wir gut kennen, denn es entstand hier in Hamburg, in Kooperation mit der Anonymous Zelle in London und München.

Wie kam es überhaupt zum Video und der Kooperation?



Anfang 2009 schreckte die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen, auch bekannt unter ihrem Internetnamen Zensursula, mit dem "Kinderpornoversteckgesetz", die Netzgemeinde auf. Im Rahmen dessen setzten wir uns ausführlich mit den zu der Zeit geplanten Internetzensur Infrastrukturen auseinander.


Zum Beispiel die von Kevin Rudd vorgeschlagene Internetzensur in Australien, mit der sich vor allem die dortigen Anons im Rahmen der Operationen #Titstorm und #Didgeridoo herumschlugen.





Dabei kamen wir zum ersten Mal mit den Leaks der ACTA-Verhandlungen in Kontakt. La Quadrature du Net, die Telecomix, der kanadische Wirtschaftsprofessor Michael Geist und auch @netzpolitik.org hatten erste Bedenken betreffend der Auswirkungen des vorgeschlagenen Vertragswerkes.

Aber nicht so Schnell...

Chanology und der Kampf gegen Zensursula waren beide noch in heißen Phasen und zum Ende des Sommers stand der MegaRaid in London bevor. So fanden wir noch keine Zeit, dezidierte Maßnahmen in Bezug auf ACTA zu ergreifen.





Der MegaRaid in London war ein großer Erfolg und trug stark zur Vernetzung zwischen den damals noch städtebasierenden Zellen bei. Zum Bedauern derjenigen Anons, die sich schon stark in verschiedene, nicht Scientology-bezogene Projekte und Operationen eingearbeitet hatten, kamen Chanology-fremde Themen viel zu kurz.

So reifte der Plan, im Dezember 2009 einen MegaRaid in Hamburg zu veranstalten, der sich zu großen Teilen mit internetbezogenen Themen und Vorträgen beschäftigen sollte.



Zu der Zeit waren die Felder Netzneutralität, Internetzensur und -filter noch als einziges auf dem /skynet/ Board auf 888chan vertreten. AnonOps existierte noch nicht.

Anons aus verschiedenen Regionen bereiteten Vorträge und Workshops zu bestimmten Internetthemen vor. So bildete sich während des MegaRaids ein Konsens, sich mit verschiedenen internationalen Vorhaben genauer zu beschäftigen. Besondere Beachtung fanden ACTA, INDECT und Netzneutralitätsproblematiken.



INDECT betraf jedoch nur die Europäische Union und Netzneutralität war und ist zwar in Gefahr, aber ohne, dass es einzelne, konkrete Projekte gibt, an denen man ansetzen kann.
ACTA aber, als nahezu weltweites Abkommen und mit den zu der Zeit noch tiefgreifensten Konsequenzen für das Internet, schien ein ideales Thema für die multinationale Aktivistengruppe Anonymous.

Chanology war noch ein Kernthema, aber andere Gefahren für das Internet, aus der Sicht von Anonymous, wurden immer wichtiger. So fiel die Entscheidung, nach dem MegaRaid den eigenen Videonachrichtendienst AnonyNews ins Leben zu rufen. Dieser sollte neben Chanology auch über ACTA, INDECT und Netzneutralität berichten.





Nach mehreren Monaten stellte sich jedoch heraus, dass der Redaktionsbetrieb über drei Kontinente hinweg mit Zeitverschiebung und suboptimalen Kollaborationstools nicht mit den gewohnten Qualitätstandards aufrechtzuerhalten war. Schmerzhaft verabschiedete man sich von dem Projekt, von dem sich heute noch viele vom damaligen Team wünschen, dass es wiederbelebt wird.


ACTA stellte aber weiterhin für den europäischen Teil des Teams eine Bedrohung dar, die nicht unbemerkt bleiben durfte. Die Vertragsleaks aus 2009 wurden erneut gesichtet und Storyboards und Entwürfe wurden erstellt. Das schwammige und abstrakte Thema "ACTA" einem unbedarften Internetnutzer zu erklären stellte das Team vor eine große Herausforderung. Nicht alles war bekannt, bei vielen Dingen musste man sich auf vorangegangene Analysen von anderen (eff, netzpolitik.org, Michael Geist) verlassen.

Zum Beispiel:

Let's reflect on what this means: First, the US government appears to be pushing for Three Strikes to be part of the new global IP enforcement regime which ACTA


Second, US negotiators are seeking policies that will harm the US technology industry and citizens across the globe. Three Strikes/ Graduated Response is the top priority of the entertainment industry. The content industry has sought this since the European office of the Motion Picture Association began touting Three Strikes as ISP "best practice" in 2005. Indeed, the MPAA and the RIAA expressly asked for ACTA to include obligations on ISPs to adopt Three Strikes policies in their 2008 submissions to the USTR.


Deshalb kam es zu diesem Prätext:



Im Sommer 2010 wurde das Video veröffentlicht. Kurz danach erhob sich langsam AnonOps aus den Untiefen des Internets mit dem Auftakt zu #OP Payback gegen RIAA, MPAA und dem legendären ACS-Law Hack.



Das Video fand keine große Beachtung und wir und viele internationale Anons wanden sich #OP Payback zu. Das Thema ACTA war nie ganz vergessen, trat aber hinter den Aktivitäten um #OP Payback zurück. Im November 2010 versuchten wir zusammen mit einem Piraten und unverdrossenen des CCC eine Anti-ACTA Demonstration zu veranstalten, jedoch blieb die Teilnehmerzahl weit unter 20.

Aber Payback trat wieder in eine heiße Phase ein, #OPLeakspin brauchte Videointros und -outros, und der arabische Frühling brauchte Guides, Tools und Tutorials. So geriet das Thema "ACTA" dann doch in Vergessenheit. Das Video vegetierte mit 5 bis 10 Views pro Woche vor sich hin.
Spanischsprachige lateinamerikanische Bürger interessierten sich zwischenzeitlich während des Ausstiegs von Mexiko aus dem Abkommen für das Video. So entstand die spanische Version.
Ausgegraben wurde es erst wieder von polnischen Aktivisten vor wenigen Wochen. Sie sahen ihre Meinungsfreiheit von dem Abkommen bedroht. Dass darauf ein viraler Effekt folgen würde, war nicht abzusehen. Das Interesse des Internets an ACTA schien außerhalb der eingefleischten netzpolitischen Zirkel gegen Null zu gehen.
Mit dem viralen Hype in Polen kam der ACTA-Aktivismus zurück zu uns.
Bruno Kramm verpasste dem Video eine qualitativ hochwertige deutsche Synchronisation, der man seine Professionalität als Künstler, der es gewohnt ist, mit seiner Stimme zu arbeiten, anmerkt. Nun war das Video aber, wie oben bereits geschildert, auf Basis eines obskuren Vertragsleaks von 2009 entstanden, dessen geforderte drakonische Maßnahmen nicht an alle Staaten vermittelbar waren. So hatte sich das Vertragswerk über mehrere Revisionen an verschiedenen Punkten entschärft. Die Version von 2009 zeigt jedoch sehr gut, in welchem Geist ACTA verhandelt wurde, und dass die Befürchtungen, dass hinter den schwammigen Formulierungen zur Internetkontrolle oder den digitalen Grenzkontrollen der Wunsch nach knallharten Maßnahmen steht, nicht von irgendwoher stammen.

Heute, am 13. Februar, wurde im YouTube Kanal von @AnonNewsDE das Video mit der deutschen Synchronisation von Bruno Kramm von einer Firma urheberrechtlich über YouTube belangt. Laut der YouTube Anzeige von der GEMA.




Für uns, die wir Copyright Takedowns von kritischen Videos durch DMCA-Missbrauch von der Church of Scientology über die vergangenen Jahre gewohnt sind, nahmen wir vorschnell an, auch hier handele es sich um einen ähnlich gearteten Copyright Missbrauch zum Entfernen kritischer Stimmen. Die Indizien sprachen dafür und sogar große YouTube Kanäle, wie der von Thunderf00t kämpfen regelmäßig mit dieser Art von Urheberrechtsmissbrauch (ein Symptom des jetzigen Copyright-Systems, das ACTA nur noch zementieren würde).



Das ganze stellte sich nach einem herzhaften Flamewar in Comments und Tweets jedoch als technische Panne bei YouTube heraus, wie auch auf netzpolitik.org zu lesen.


tl;dr:
  • Die nicht akkuraten Stellen im Video ergeben sich aus ihrem historischen Kontext. Obwohl ACTA stark verwässert wurde, zeigen die alten Dokumente, wohin die politische Intention zielte und was man tun würde, wenn man es tun könnte. Sie zeugen vom Geist, aus dem ACTA entsprang.
  • Ermutigt wird eine direkte Zusammenarbeit zwischen Kontentindustrie und Internetservice Providern unter Umgehung der Justiz, sodass rechtsstaatliche Verfahren nicht garantiert werden können.
  • Bruno Kramm hat bei der Übersetzung und Synchronisation tolle Arbeit geleistet.
  • Der Flamewar über das nicht zugängliche Video war unterhaltsam, verursacht von einer Panne bei YouTube und gefördert durch die Langzeiterfahrung mit Videos innerhalb von Chanology.

Wenn ihr ein akkurateres Video wollt: Jetzt ist die Chance, es selber zu machen! Wir werden euch gerne helfen, wenn ihr uns braucht.

Endlich.
Über zwei Jahre, nachdem wir begonnen haben uns mit dem Thema ACTA zu beschäftigen, endlich wird es Demonstrationen geben.
So ernst das Thema auch ist, so froh sind wir, dass es diese "Außenseiter-Themen" wie ACTA und zuvor in den USA SOPA und PIPA - und hoffentlich auch bald TPP - in die Mitte der Gesellschaft geschafft haben.
Zu verdanken ist das auch den unermüdlichen Aktivisten von la quadrature du net , die immer wieder die neusten Entwicklungen aufbereiteten, oder auch den Telecomix, die sich ACTA sehr intensiv annahmen.
Nicht zuletzt gab es auch früh Anstrengungen der Piraten, dieses komplexe Thema in den letzten Jahren immer wieder ins Gespräch zu bringen.

Am 11. Februar wird sich zeigen, ob all diese Anstrengungen Früchte tragen werden.

Um hier noch besser zu mobilisieren, haben wir einen Video-Aufruf auf Youtube gepostet.
Da die Zeit bis zum 11. Februar knapp war, haben wir uns vorgefertigter Effekte aus dem Internet bedient, um schnell ein passables Ergebnis zu präsentieren:


Die Musik ist CC-BY-SA und stammt von Chance's End Titel: Going on.
Wenn euch die Musik gefällt, schaut doch mal auf der Jamendo Seite vorbei:
http://www.jamendo.com/en/track/822294

Download des Videos zum reupload:
http://www.file-upload.net/download-4091082/acta_demo.wmv.html
Finde eine Demo in deiner Nähe hier:
http://wiki.stoppacta-protest.info
Der ACTA Vertragstext in Deutsch: LEST IHN!
http://register.consilium.europa.eu/pdf/de/11/st12/st12196.de11.pdf
Wikipedia über ACTA:
https://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement
Infovideos über ACTA:
la qaudrature du net: Say no to Acta
http://www.youtube.com/watch?v=5KJXSVeVjKA
ARD Beitrag über ACTA:
http://www.youtube.com/watch?v=vMz5De_k6-M

Wir sehen uns am 11.02.2012 14:00 Hamburg Gänsemarkt.

Acta kurz und sachlich zu erklären ist oft ein Problem vorallem wenn es um Freunde/Bekannte/Eltern geht die sich nicht so schnell und einfach im Netz bewegen.

Das Vertragswerk ist groß und umfassend, und fast nur von Juristen zu verstehen

Mit diesem Blogeintrag wollen wir euch aus der Erklärungsnot helfen.



ACTA
Anti-Counterfeiting Trade Agreement, zu Deutsch das Anti-Fälschungs-Handelsabkommen

Vielleicht hast Du schon mal davon gehört, aber was genau steckt eigentlich dahinter?

Das Abkommen soll den internationalen Schutz von Copyright-Rechten verbessern und Staaten dafür mit schlagkräftigen Verfahren und Maßnahmen ausstatten. Es gibt eigentlich schon andere Abkommen dafür, aber die gehen einigen Staaten noch nicht weit genug.

Die ACTA-Staaten wollen sich um zwei Baustellen gleichzeitig kümmern, nämlich um Produktfälschungen, also z.B. gefälschte Markenschuhe, und um Raubkopien, z.B. Kinofilm-DVDs oder illegales Filesharing.

Aber hey, was hat das mit Dir zu tun?
Mehr, als Du denkst! Durch ACTA sollen die Behörden mehr Möglichkeiten bekommen, gegen Fälscher und Filesharer vorzugehen. Und dabei wird es völlig egal sein, ob man wirklich Mist gebaut hat oder zu Unrecht verdächtigt wird. Denn für ACTA reicht schon ein Verdacht völlig aus.

Vielleicht denkst Du jetzt: „Ok, das Risiko ist bei mir ja wohl gering. Wo liegt das Problem?“

Fakes im Ausland bestellen ist eine Sache. Das hast Du selber in der Hand. Aber weißt Du genau, welche Inhalte im Internet unter Copyright fallen und welche nicht? Vielleicht verstößt ja eine kleine Anwendung, die Du gerade programmiert hast, eigentlich gegen das Copyright irgendeines Konzerns. Oder vielleicht geht ein Download-Link gar nicht zur Partyeinladung, sondern zum Download einer Copyright-geschützten Datei. Wer da draufklickt, hat schon verloren. Von kritischen oder humorigen Videos auf Plattformen mal ganz abgesehen.

Die ACTA-Staaten denken immerhin, dass das gar nicht so leicht auseinanderzuhalten ist. Und nur um sicherzugehen, haben sie in ACTA auch eine Regelung mit drin, die eine Haftung für Copyright-Verstöße begrenzt. Damit im schlimmsten Fall nicht so viel Schadensersatz gezahlt werden muss. Schade, dass das nicht für Dich gelten wird, sondern nur für Behörden. Ja, Du hast richtig gehört. Die ACTA-Staaten wissen selbst nicht so genau, ob es ihren Behörden gelingen wird, garantiert nicht gegen irgendein Copyright zu verstoßen.
Deshalb bauen sie in ACTA ein Hintertürchein ein. Allerdings nur für sie, nicht für Dich. Du kriegst schon beim Verdacht eines Copyright-Verstoßes das volle Programm. Dein Name und Deine Adresse werden an die Copyright-Konzerne herausgegeben, auch gern durch Deinen Online Provider. Und der Schadensersatz, den Du zahlst (vllt eher "zahlen könntest"), hat kein Limit.

Du legst besser schonmal ein Sparschwein an, um für den Fall der Fälle einen Notgroschen gegen die Anwaltsmeute der Konzerne zu haben. Außerdem sollst Du gezwungen werden, über Deine Kontakte, z.B. andere Filesharer, auszusagen. Unschuldsvermutung war gestern.



Der ACTA-Kraken will Daten sammeln wie wild, selbst wenn überhaupt noch nicht feststeht, ob wirklich ein Copyright-Verstoß vorliegt. Und alle Kanonen, die ACTA gegen Spatzen in Position bringt, werden hinter verschlossenen Türen festgelegt. Wer braucht schon Transparenz, wenn es um die Einschränkung der Freiheitsrechte von Millionen Usern geht?! Wenn Start-ups und kleine Firmen sich in Zukunft nicht mehr trauen, neue Produkte auf den Markt zu bringen, weil sie Angst haben müssen, von irgendeinem Konzern in Millionenhöhe verklagt zu werden?



Im Internet geht längst die Angst um, wegen eines Copyright-Verstoßes vor Gericht gezerrt zu werden. Warum sonst sind inzwischen hunderte Videos wegen bestimmter Musik oder Filmausschnitten nicht mehr auf Youtube verfügbar? Gesperrt, gelöscht, für bestimmte Nutzer blockiert. Wenn Du dagegen etwas unternehmen willst, dann jetzt!


Google ACTA! Es gibt viele Webseiten mit Informationen darüber. Tweete was das Zeug hält und informiere andere. Geh auf die Straße! Stopp den Kraken!


Wenn ihr das mit dem Erklären besser könnt: Nutzt die Kommentare!

Nein, das ist keine Anonymous Operation,
aber eine wichtige und unterstützenswerte Operation.



Als Netzaktivisten kollidieren wir immerwieder mit dem Urheberrecht und den Verwertungsgesellschaften.
Meist werden Copyright, Urheberrecht und Contentverwertungsabkommen dazu genutzt das Internet zu Zensieren, und kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen, oft ist es auch pure gängelung.

Wie in dem beschriebenen Fall bei dem die GEMA für CC lizensierte Musik Gebühren kassierte.

CC ist ein von uns in Hamburg für unsere Musik und Videoproduktionen oft genutztes Lizenzmodell, und wenn der Gema-Vermutung kein Ende gesetzt wird, spielen wir mit unseren CC-NC-SA Werken Geld in die Kassen der Content Mafia.

Schaut euch die Geschichte doch mal an:

OPERATION GEMA-VERMUTUNG

Hier ist eine sehr gute Zusammenfassung über den aktuellen Stand bei ACTA https://netzpolitik.org/2011/was-man-schon-immer-uber-acta-wissen-wollte/ hier der dirketlink: http://www.scribd.com/doc/69366602/Warum-ist-ACTA-so-umstritten Say No to ACTA Warnung lang:

Seit 808chan im April 2011 down ging gab es für die deutschen Anons kein eigenes Board mehr. Lange musste Anonymous ohne das wirre und kreative posten von Memes, Motivationals und anderen Bildern auskommen.

Doch das ist nun vorbei!



/ide/ hat ein neues Zuhause auf Scanchan gefunden und erwartet nun eure Posts!

Wir wünschen /ide/ einen tollen Start mit viel Original Content.

Nächste Demo:
Wo Treffen: Hbf. Wandelhalle Ausgang Spitalerstrasse
Wann: 08.10.2011 ab 12Uhr
Thema: Wunderheitlungs gibt es nicht!
http://www.anonamegame.net/forum/showthread.php?tid=220