Die australische Nachrichtensendung "Today Tonight" hat wieder einmal einen schockierenden Bericht über die Scientology Sekte ausgestrahlt. Diesmal handelt es sich um ein RPF-Lager der gefährlichen Sekte, welche nicht nur seine Mitglieder zu schwerer Arbeit zwingt, sondern auch Kinder, welchen dadurch eine vernünftige Bildung oder gar anständiges Essen verwehrt bleibt.
"Today Tonight" berichtet von Scientology Zwangsarbeitslager und Kinderarbeit
Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet - eine Zusammenfassung der Debatte der "Koaliton der Willigen" in der EU-Kommission
Fefe hatte am 28. Februar eine Audiodatei aus einer Verhandlung der EU-Kommission zugespielt bekommen und diese auf seinem Blog eingestellt. Die Arbeitsgruppe "Koalition der Willigen" bespricht Möglichkeiten der Bekämpfung von Kinderpornographie (KiPo) im Internet.
Leider ist die Tonqualität der Aufnahme nicht die beste und viele Redner haben einen starken Akzent oder nuscheln ins Mikrofon (oder fragten einfach ohne drauf los) weshalb manche Angaben nicht genau verstanden wurden. Deshalb sollte man sich die Aufnahme am besten selbst anhören wenn das Thema interessiert.
Hier eine grobe Zusammenfassung an interessanten Kommentaren und wichtigen Informationen.
- in Japan kann man Zertifikate für Webseiten erhalten die User Generated Content hosten wenn diese nur Inhalte hosten die für Kinder sicher sind
- kritische Zuschauerfragen bez. mögliche Zensur im Netz und dass damit KiPo nicht wirklich bekämpft wird
Microsoft Präsentation:
- Microsoft erklärt wie ihr Algorythmus "Photo DNA" funktioniert und wie und wo es eingesetzt wird
- "Photo DNA" berechnet einen Wert aus den Pixeln des Bildes, diese stehen dann in einer Datenbank, somit können KiPo Bilder entdeckt werden und Ermittler etwas dagegen tun oder die Service Provider oder Webseiten Betreiber das Bild entfernen
- kritische Zuschauerfragen: man könne durch evtl. leaken der Datenbank es Leuten ermöglichen durch z.b. Botnetze diese Bilder im Netz zu finden.
- Zuschauerfrage: Könnte Microsoft nicht die "Photo DNA" Daten auf Windows einspielen und beim scan entdeckte KiPo Bilder den Rechner komplett ausschalten? Somit könnte man die KiPo Konsumenten ausfindig machen.
- kritische Zuschauerfrage: Könnte "Photo DNA" von der Content Industrie missbraucht werden um andere Inhalte aus dem Netz zu fischen?
- Microsoft beteuert keine Pläne zu haben "Photo DNA" für anderes als KiPo Ermittlungen einzusetzen.
Telekom Präsentation:
- als Internetprovider würden sie, nachdem sie Info bez. KiPo auf einem ihrer Server erhalten haben, diese Info an die zuständigen Behörden weiterleiten und nach Sichtung und Freigabe durch diese dann entfernen.
- es gibt wohl eine von Herstellern und Anbietern ausgearbeitete Regelung zur Vorgehung bei der Entdeckung von KiPo Material welche in Zukunft implementiert werden soll und schneller zum Entfernen und ermitteln gegen solche Inhalte führen soll
- Zuschauerfrage eines britischen ISP: Warum macht man es in der EU so kompiziert? In UK würde alles viel schneller und eigenständiger gehandhabt.
Desweiteren fallen in der Diskussion interessante Sätze wie z.b. von der Telekom:
"Wir halten uns da manchmal an die gesetzlichen Regelungen." Eine Kollegin unterbricht ihn. "Hab ich manchmal gesagt? Ich meine natürlich 'immer'. Wir halten uns immer an die gesetztlichen Regelungen."
Des öfteren Fällt natürlich auch die Frage warum man solche Filtertechniken einsetzen sollte wo es doch anschließend von der Content Industrie für ihre eigenen Filterungen missbraucht werden könnte. Solche Fragen werden meist damit abgewunken dass man in dieser Sitzung sich nur mit dem Problem von KiPo Bildmaterial im Internet befassen will. Vorallem bei "Photo DNA" wird kritisch gefragt ob es für Kriminelle dann nicht möglich sei anhand von evtl. geleakten Codes aus dieser Datenbank selbst ein Botnetz loszuschicken diese Bilder im Netz für ihn ausfindig zu machen.
Andere Vorschläge wie z.b. bestehende Techniken der Content Industrie bei der Bekämpfung von KiPo Material einzusetzen scheint zuvor keinem eingefallen zu sein. Der Microsoft Mitarbeiter merkt an das es u.a. Techniken zum Filtern von Videos gibt die man dafür sicherlich verwenden könnte, aber dies bisher wohl nicht gemacht wird.
Alles in Allem wird in dieser Runde darüber diskutiert wer wieso nicht welche Filtermöglichkeiten einsetzt, wieso die Polizei nicht vorran kommt, weshalb man von den armen Kindern ablenkt und immer wieder auf mögliche Einschnitte in die Privatsphäre oder der freien Meinungsäußerung aufbringt.
Man sieht: So schlimm Kinderpornographie auch sein mag, diejenigen die die Filtermöglichkeiten anbieten und einsetzen denken wenig über mögliche Folgen für das freie Internet nach.
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Eine umfassende interaktive ACTA Timeline für alle
Wir haben für euch die wichtigsten Events in der Geschichte des Anti Counterfeiting Trade Agreement und dem Widerstand gegen das Abkommen in einer interaktiven Timeline visualisiert.

Den Link dorthin findet Ihr hier:
http://www.tiki-toki.com/timeline/entry/26886/ACTA-Timeline/
Das ganze wäre natürlich nicht möglich gewesen ohne die Informationen von http://www.laquadrature.net/ und Wikileaks
Wenn ihr Fehler findet, oder möchtet dass noch Dinge hinzugefügt werden, schreibt es uns in die Kommentare zu diesem Blog Eintrag.
Auschnitt aus der Scientology Preisliste Für Bücher und Kursmaterialien 2011
Gestern ist die Preisliste für Bücher und Kursmaterialien in England im Internet aufgetauscht.
Preise sind in GBP also umrechnen wenn Ihr den Euro Preis wissen möchtet.
(anclicken zum vergrößern)

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Postgame Report 2. Anti Acta Demo Hamburg 25.02.2012
Die Demo ist vorbei, und sie war gut.
Wir schätzen es waren ca. 4000 Menschen dabei, die Polizei schätzt 1500, irgentwo dazwischen wirds liegen.
Die Stimmung war super, trotz einer steifen Briese hielten fast alle Demonstranten bis zur Endkundgebung.
Mehr Bilder findet ihr hier in dieser Gallerie:
Bilder von der Anti-Acta Demo Hamburg am 25.02.2012
Wir hatten die Gelegenheit ein Rede vorzutragen zusammengestellt aus den Punkten die in den IRC Netzwerken und Twitter genannt wurden sowie unseren Blogkommentaren, gemischt mit eigemen Imput.
Bild gemacht von: https://twitter.com/#!/kleinertod
Die Rede von Anonymous Hamburg zur Anti-Acta Demo am 25.02.2012 könnt ihr hier als PDF herunterladen
die Abschlusspresserklärung des Bündnisses gegen ACTA findet ihr hier:
http://www.stoppacta-hamburg.de/pressemittelung-zur-demonstration-hamburg-gegen-acta-am-25-02-2012/
Wir freuen und auch weiterhin gemeinsam in Hamburg gegen ACTA zu kämpfen.
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ACTA Redevorschläge aus dem Internet für die Acta Demo heute heute [Updated]
Unserem Call for Speeches auf Twitter sind einige nachgekommen, hier
eine vorläufige Auswahl (weitere Updates folgen) :
Von Akuma
Moin Moin, Hamburg!
Es freut mich hier so viele kreative Menschen zu sehen, besonders da wir durch den Protest gegen Acta alle in der Kritik stehen. Die Industrielobby, die Acta entgegen aller Demokratischen Grundsätze über Jahre hinweg hinter verschlossenen Türen ausgehandelt hat nannte die Proteste kürzlich einen "Angriff auf Demokratische Institutionen", oder auf gut deutsch gesagt: Terrorismus.
Doch wenn ich hier in all die Gesichter (ob mit oder ohne Masken) schaue und sehe wie friedlich die Menschen europaweit demonstriert haben und von ihrem Recht der Meinungsfreiheit gebrauch machen frage ich mich ernsthaft wo die Lobby hier "Terroristen" sieht. Der einzige Angriff den ich hier erkennen kann ist der Angriff auf einen versuch ein veraltetes Urheberrecht mit undemokratischen Mitteln zu Zementieren.
Acta wurde in einem Geist ausgehandelt, den wir nicht akzeptieren können, die 3-Störungen-Regel steht zwar nicht mehr drin, zeigt aber deutlich, welche Gedanken hinter diesem Vertrag stecken. Und da können die Lobbyisten noch so oft behaupten, es würde sich für uns nichts ändern!
Uns ist aber auch wichtig, das wir nicht im falschen Licht dargestellt werden. Wir sind keine Generation von Verbrechern. Keine "Raubkopierer". Wir nutzen nur ein Medium das offenen und schnellen Informationsaustausch ermöglicht und somit ein Grundprinzip der Freiheit enthält.
Und dieses Medium lassen wir uns weder nehmen noch einschränken. Und wenn dazu ein über 150 Jahre altes Urheberrecht geändert werden muss dann sagen wir nur: "Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert! Geht mit der Zeit!" Alles andere hat sich auch Entwickelt. Vom Auto über Gebäudetechnik, vom Druck bis zu Musik, von der Industriellen Fertigung bis zur Handarbeit. Warum also sollte der Staat und seine Gesetze sich nicht weiterentwickeln?
Darum möchten wir euch bitten:
Demonstriert! Seid Laut, Bunt und vor allem Kreativ! Informiert die Menschen, die euch ansprechen, über Acta, nehmt euch die Zeit! Macht klar, das wir gegen die Überwachung des Internets sind aber auch ein zeitgerechtes Vergütungsmodell für Urheberrechtlich geschützte Werke fordern indem die Schöpfer dieser Werke gerecht entlohnt werden.
Lasst euch nicht einschüchtern von Politikern, die das Internet nicht verstehen und Angst vor der Freiheit haben die dieses System bietet und auch nicht von einer Industrie die verzweifelt den Strohhalm greift um ihre Einkünfte auf kosten unserer Freiheit zu sichern!
Von @_Golden_Rule_
Auch wenn hier (vermutlich) viele Leute mit Masken rumlaufen, bewaffnet mit Schildern, die der Durchschnittsbürger nicht versteht, so wird hier doch ein gemeinsames Anliegen aller freien Bürger verhandelt.
Besonders wir Deutschen haben durch die Zensurtätigkeit der Gema schon einen Vorgeschmack auf die negativen Auswirkungen von Acta und ähnlichen Abkommen. Deshalb sollten besonders _wir_ empört aufschreien, wenn in Hinterzimmern Absprachen getroffen werden, die den freien Informationsfluss noch weiter einschränken. Absprachen, die mit Hilfe drakonischer Strafen versuchen, ein sterbendes Modell der Verwaltung von Urhheberrechten künstlich am Leben zu erhalten.
Wir fordern keine kostenlose Versorgung mit den Erzeugnissen der Unterhaltungsindustrie, wir fordern kein Recht zum Diebstahl geistigen Eigentums und keinen rechtsfreien Raum.
Wir fordern ein zeitgemäßes und vorallem dem Medium Internet angemessenes Urheberrecht.
Ein Urheberrecht, das fair für alle Beteiligten ist, ohne dem neuen Medium Internet eine Zwangsjacke anzulegen. Produzenten und Konsumenten von Medieninhalten aller Art können an einem Strang ziehen, wenn man ihnen einen geeigneten rechtlichen Rahmen gibt.
Die heutige Generation der Gesetzgeber ist nicht mit dem Medium Internet aufgewachsen. Viele nutzen es nicht einmal regelmäßig. Wie können wir da erwarten, dass sie alle Zusammenhänge und vorallem das Potential des Internets erkennen? Gleiches gilt noch für einen großen Teil der Bevölkerung.
Deshalb ist der Dialog, das Gespräch, unser wichtigste Werkzeug, um einen gemeinsamen Weg zu finden.
Wir sollten versuchen, uns nicht als Subkultur zu präsentieren.
Denn wir kämpfen für die kulturelle, wissenschaftliche und nicht zuletzt ökonomische Zukunft der _ganzen_ Gesellschaft.
Wenn wir _das_ erfolgreich vermitteln können, dann kann sich Acta engültig verabschieden.
Von Anonymous

Von kantorkel
Frequentia vestrum incredibilis, Anonymous, contioque tanta, quantam meminisse non videor, et alacritatem mihi summam defendendae rei publicae adfert et spem recuperandae. Quamquam animus mihi quidem numquam defuit, tempora defuerunt, quae simul ac primum aliquid lucis ostendere visa sunt, princeps vestrae libertatis defendendae fui. Quodsi id ante facere conatus essem, nunc facere non possem.
Überetzung:
Eure außerordentlich zahlreiche Anwesenheit, Anonymous, und die Größe eurer Versammlung, die alles, woran ich mich zu erinnern glaube, übertrifft, erfüllt mich mit dem lebhaftesten Mut, die Verfassung zu verteidigen, und mit Hoffnung, sie wiederherzustellen. Zwar hatte es mir nie am guten Willen gefehlt, aber die Zeitverhältnisse sprachen dagegen. Sobald sich diese nun wieder etwas aufzuhellen schienen, war ich der erste, der eure Freiheit verteidigte. Hätte ich versucht, dies früher zu tun, so könnte ich es jetzt nicht tun.
(Quelle M. TULLIUS CICERO VIERTE REDE GEGEN M. ANTONIUS - VOR DEM VOLK GEHALTEN unwesentlich verändert )
Aufruf zur Demonstration gegen das Anti-Counterfeiting Trade Agreement in Hamburg am 25. Februar 2012
Anonymous Hamburg ruft als Teil des „Hamburger Bündnisses gegen ACTA“ zur zweiten Großdemonstration am 25. Februar 2012 auf

Nach den erfolgreichen Protesten vom 11. Februar mit deutschlandweit über 100.000 Teilnehmern, ruft Anonymous Hamburg erneut dazu auf, den elterlichen Keller zu verlassen und den Klicks im Internet auch im echten Leben Taten folgen zu lassen. Protestiert wird am Samstag, den 25. Februar. Auftakt ist um 14:00 Uhr auf dem Hamburger Rathausmarkt.
Als Teil des „Hamburger Bündnisses gegen ACTA“ demonstrieren wir für freies Internet und eine zeitgemäße Reform des Urheberrechts. Wir fordern eine Debatte über ein für das digitale Zeitalter angemessenes Urheberrecht und sprechen uns gegen die Zementierung eines überholten und veralterten Modells aus. Als Verfechter von Transparenz - insbesondere in der Politik - lehnen wir ein im Geheimen verhandeltes Abkommen ab und fordern eine Stärkung des europäischen Parlaments gegenüber der EU-Kommission und somit eine stärkere Demokratisierung von Verhandlungen zukünftiger Abkommen.
Andere Bündnispartner:
Gemeinsame Pressemitteilung des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Hamburg, des Attraktor e.V. und des Chaos Computer Clubs (CCC) Hamburg zur Demonstration "Hamburg gegen ACTA" am 25.02.2012 (24.02.2012)
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