Anonymous Hamburg
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Derzeit läuft eine Umfrage der EU-Kommission zu einer Europaweiten Lösung für das Urheberrecht.





Bisher kocht dort jedes Land sein eigenes Süppchen, was repressive Systeme begünstigt und die Lage für Unternehmen oft undurchsichtig macht - zum Nachteil für die User.

So können z.B. Musikvideos in vielen Ländern angeschaut werden, in Deutschland sind sie aufgrund der gestoppten Verhandlungen zwischen GEMA und Youtube nach wie vor nicht sichtbar - ein Europaweites Urheberrecht könnte dieses verbessern.


Diese Umfrage werden natürlich auch Lobbyverbände und Rechtsvertreter nutzen um ihre Position stark zu machen.

Zu allem Überfluss liegt der Fragenkatalog auch nur in Englisch vor und umfasst satte 80 Fragen - damit werden viele Bürger abgeschreckt.

Dennoch ist es eine Möglichkeit eine Gegenposition zu den Lobbyisten zu schaffen - und die Fragen wurden bereits übersetzt:


Auf http://okfde.github.io/eucopyright/30c3/de/ findet ihr einen Katalog der die wichtigesten Fragen zusammenfasst und euch durch die Antworten leitet und passende Hinweise gibt.


Natürlich gibt es auch den gesamten Katalog übersetzt und digitalisiert:

http://okfde.github.io/eucopyright/de/

So kann der Fragenkatalog in weniger als 15 Minuten beantwortet werden (natürlich auch auf deutsch!) und muss dann nur noch heruntergeladen und an die EU-Kommission geschickt werden.


Einsendeschluss ist der 5.2.2014

Es war ein wenig mühselig alle Abgeordneten anzuschreiben, jedoch hat es sich schon in unseren Augen bezahlt gemacht. Mit dem ein oder anderen kam auch ein Telefongespräch zustande. Abgeordnete sind also nicht so unnahbar, wie viele vielleicht glauben mögen. Hier unsere Resonanz: Regierungsparteien: Die CDU/CSU antwortete uns mit 3 E-Mails - 2 davon befürtworteten das LSR, Dorothee Bär dagegen war unserer Meinung.
Von der FDP erhielten wir ebenfalls 3 E-Mails, mit ebenfalls 2 Pro-LSR Stimmen. Jimmy Schulz will sich dabei gegen das LSR einsetzen. Opposition:
Von der LINKE erhielten wir 4 Antworten, welche durchweg unserer Meinung waren.
Die SPD reagierte ebenfalls mit 2 Antworten positiv auf unser Anliegen.
Von den Grünen haben uns keine Abgeordneten geantwortet - leider! Jedoch haben sich die Bündnisgrünen bislang vom LSR distanziert.


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Antwort von Linke Politiker Lukrezia Jochimsen
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Antwort von SPD Politiker Dr. Carsten Sieling

Kritik erhielten wir zu dem Umstand, keine individuellen E-Mails für jeden Abgeordneten formuliert zu haben. Diese Kritik ist zwar berechtigt, jedoch bei über 600 Abgeordneten kaum möglich, erst recht wenn auch nicht involvierte User bei der Aktion mitmachen sollen.
Um den Aufwand für Helfende etwas zu verringern, geben wir die Mailing Adressen zur Regierung heraus, und lassen die Opposition erstmal außen vor, da diese bereits recht geschlossen gegen das LSR eingestellt ist. Nebenbei sei zu erwähnen, dass die FDP in ihren Idealen aus dem Parteiporgramm zur Bundestagswahl eher gegen ein LSR sein sollte, da Dieses nicht wirklich als liberal angesehen werden kann.
Die FDP steht heute vorallem deswegen für das LSR ein, da dies im Koalitionsvertrag so festgehalten wurde. Es ist gut möglich, dass bei genug Bürgerresonanz gegen das LSR einige FDP Politiker ebenso gegen das LSR stimmen würden. Herr Stephan Thomae von der FDP schrieb außerdem: "Die FDP-Bundestagsfraktion hat noch keinen abschließenden Beschluss zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage gefasst."


(zum vergrößern bitte Bild klicken)
Die Antwort vom FDP Politiker Stephan Thomae
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Die Antwort von FDP Politiker Jimmy Schulz

Über Herrn Krings (CDU) Antwort waren wir nicht wirklich verwundert - er ist zuständig für die Netzpolitik in der CDU und hat sich für das LSR ausgesprochen. Er war/ist auch PRO VDS und PRO Klarnamen im Netz.
So jemanden vom Gegenteil zu überzeugen ist mehr als schwer, jedoch sind wir der Meinung, umso mehr Menschen ihren Unmut zeigen, desto mehr können wir was bewegen.
 Auch wenn seine Antwort negativ war, sehen wir darin etwas Positives, denn so kennt man seinen Standpunkt bzw. seine Argumente und kann wieder gegen steuern. Da mit Herrn Krings ein fortführender Gesprächsverlauf entstand, heben wir uns die Erkenntnisse mit seinen Argumenten für einen Part 3 in unserem Blog auf.
(zum vergrößern bitte Bild klicken)
Die Antwort von CDU Politiker Peter Tauber
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Die Antwort von CSU Politikerin Dorothee Bär

Zusammenfassend ist zu sagen, das diese OP bis jetzt recht positiv verlaufen ist.
Wir haben neue hilfreiche Links von Abgeordneten erhalten, sowie Unterstützung von einem Anwalt (spezialisiert auf IT-Recht) und konnten somit unser Wissen erweitern.
Diese Erfahrungen zeigen, dass wir mit unserer Meinung nicht allein da stehen und es mitunter qualifizierte Menschen gibt, die dazu bereit sind, uns auf dem Weg gegen das LSR zu unterstüzen.
Die Petition gegen das Leistungsschutzrecht hat vor kurzem den Zeitraum verlassen, bei dem man Diese unterschreiben konnte.
Dabei wurden nicht ganz die Hälfte der angestrebten 50.000 erreicht. Das bedeutet nicht, dass wir verloren haben, das bedeutet nur, dass über 20 Tausend Menschen in Deutschland sich weiter dafür einsetzen können, das LSR zu verhindern!
Und mehr können es immernoch werden. Was wir uns wünschen: Noch mehr Menschen die sich die Mühe machen und sich mit den Bundestagsabgeordneten in Verbindung setzen. Hilf mit und lies dir unseren ersten Blogeintrag zu dem Thema durch:
http://hamburger-anon.blogspot.de/2012/09/das-leistungsschutzrecht-und-du.html

Wir leben in einer Demokratie. Das dies so ist, hat uns bereits ACTA gezeigt. Dies funktioniert bei ziemlich allen Bereichen genauso, man muss nur seinen Arsch hoch kriegen seine bürgerliche Relevanz in unserer demokratischen Gesellschaft nutzen. ಠ_ರೃ

Die GEMA hat derzeit unter http://www.musik-ist-uns-was-wert.de/ Werbeaktion geschaltet unter dem Motto: Musik ist uns was wert.
Dort könnt ihr Eure Lieblings-Songs posten und ggf. etwas gewinnen.

Was soll das?
Werbung machen für die GEMA mit deren Modell promoten?

Nee lieber mal die Kampage busten, und die Aktion raiden.

Das ist die Gelegenheit der GEMA zu sagen wie wenig wir sie, und wie viel wir ein neues Urheberrecht im digitalen Zeitalter brauchen.
Und das Beste: Die schreiben sich die Kritik selbst auf Ihre eigene Seite.


CC-BY-NC-SA Steve Wheeler

Unser Aufruf also:
Statt der üblichen "bekannten" Titel postet Musik, die unter den Creative Commons Lizenzen steht.
Weißt in dem Text am besten darauf hin, dass diese Musik kostenlos ist, frei verfügbar, geremixt werden darf, geshared werden darf - Je nach Lizenz.

Das Ganze geht dann öffendlich auf die GEMA Seite, wird google indiziert etc.

Aber seid dabei kreativ!
Die Einträge werden von der GEMA natürlich geprüft, aber wenn man sich nicht nur auf "plumpen" Protest beschränkt sondern die Musik wirklich individuell erläutert statt nur zu spammen werden diese Einträge dennoch freigeschaltet!
Unter "alle Ansehen" findet ihr bereits einige Einträge, die diese Hürde gemeistert haben.

(Aber wie immer: Vorsichtig mit euren Daten!)


Quelle: http://www.futureexploration.net/blog/2006/07/launching_the_future_of_media_1.html

Gute Musik um euren CC Lieblingsong zu finden findet Ihr zum Beispiel hier:


Good Hunting.


Sehr geehrter Besucher dieses Blogs,

Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass Chick Corea ein hervorragender Musiker und Komponist ist und wir möchten seine Leistungen auch nicht schmälern. Dennoch demonstrieren wir auf diesem Wege gegen sein Konzert.

Warum?
Chick Corea ist Mitglied bei der Sekte Scientology und er ist als Scientologe verpflichtet einen erheblichen Beitrag zur Unterstützung der Sekte zu leisten. Diese Unterstützung ist in der Regel finanzieller Natur, durch Spenden, die im Endeffekt Sie als Konzertbesucher finanzieren.

Scientology ist eine machthungrige und menschenverachtende Sekte die in Deutschland unter der Beobachtung des Verfassungschutzes steht. Sie nutzen Prominente für ihre PR-Aktionen, in der Hoffnung potentielle Mitglieder dadurch auf die Sekte aufmerksam zu machen.
Siehe dazu:
"Celebrity-Strategie von Scientology, Bericht eines Aussteigers".

Scientology hat sich vieler Vergehen wie z.b. Kinderarbeit und unterlassener medizinischer Hilfe schuldig gemacht, bislang aber immer die Schuld auf einzelne Mitglieder abwälzen können. Sie verfolgen Aussteiger und Kritiker und versuchen Einfluss auf die Politik zu nehmen um "die Regierung und feindliche Philosophien in völlige Übereinstimmung mit den Zielen von Scientology zu bringen."
(Zitat L.Ron Hubbard, Günder von Scientology).

Bereits 1993 klagte Corea gegen seinen Ausschluss von einem Konzert zu den Leichtathletik-Weltmeisterschaften - er wurde dort aufgrund seiner Scientology-Zugehörigkeit ausgeschlossen. 1999 behauptete er, aufgrund seiner Religionszugehörigkeit in Deutschland diskriminiert zu werden, eine Standartverteidigung der Scientologen: Jeder der gegen sie ist verletzt ihre Religionsfreiheit.

Auf dem Hubbard-Album "Space Jazz: The Soundtrack of the Book Battlefield Earth" (http://en.wikipedia.org/wiki/Space_Jazz) (1982) ist er mit 3 Songs vertreten.

Wir würden uns freuen, wenn sie sich den Besuch dieses Konzertes noch einmal überlegen.
Unter http://www.jazz-kalender.de/ finden sich sicherlich Veranstaltungen, deren Erlöse besseren Zwecken als Scientology zugeführt werden.



Fefe hatte am 28. Februar eine Audiodatei aus einer Verhandlung der EU-Kommission zugespielt bekommen und diese auf seinem Blog eingestellt. Die Arbeitsgruppe "Koalition der Willigen" bespricht Möglichkeiten der Bekämpfung von Kinderpornographie (KiPo) im Internet.

Leider ist die Tonqualität der Aufnahme nicht die beste und viele Redner haben einen starken Akzent oder nuscheln ins Mikrofon (oder fragten einfach ohne drauf los) weshalb manche Angaben nicht genau verstanden wurden. Deshalb sollte man sich die Aufnahme am besten selbst anhören wenn das Thema interessiert.

Hier eine grobe Zusammenfassung an interessanten Kommentaren und wichtigen Informationen.


Nintendo Präsentation:

  • in Japan kann man Zertifikate für Webseiten erhalten die User Generated Content hosten wenn diese nur Inhalte hosten die für Kinder sicher sind
  • kritische Zuschauerfragen bez. mögliche Zensur im Netz und dass damit KiPo nicht wirklich bekämpft wird


Microsoft Präsentation:

  • Microsoft erklärt wie ihr Algorythmus "Photo DNA" funktioniert und wie und wo es eingesetzt wird
  • "Photo DNA" berechnet einen Wert aus den Pixeln des Bildes, diese stehen dann in einer Datenbank, somit können KiPo Bilder entdeckt werden und Ermittler etwas dagegen tun oder die Service Provider oder Webseiten Betreiber das Bild entfernen
  • kritische Zuschauerfragen: man könne durch evtl. leaken der Datenbank es Leuten ermöglichen durch z.b. Botnetze diese Bilder im Netz zu finden.
  • Zuschauerfrage: Könnte Microsoft nicht die "Photo DNA" Daten auf Windows einspielen und beim scan entdeckte KiPo Bilder den Rechner komplett ausschalten? Somit könnte man die KiPo Konsumenten ausfindig machen.
  • kritische Zuschauerfrage: Könnte "Photo DNA" von der Content Industrie missbraucht werden um andere Inhalte aus dem Netz zu fischen?
  • Microsoft beteuert keine Pläne zu haben "Photo DNA" für anderes als KiPo Ermittlungen einzusetzen.


Telekom Präsentation:

  • als Internetprovider würden sie, nachdem sie Info bez. KiPo auf einem ihrer Server erhalten haben, diese Info an die zuständigen Behörden weiterleiten und nach Sichtung und Freigabe durch diese dann entfernen.
  • es gibt wohl eine von Herstellern und Anbietern ausgearbeitete Regelung zur Vorgehung bei der Entdeckung von KiPo Material welche in Zukunft implementiert werden soll und schneller zum Entfernen und ermitteln gegen solche Inhalte führen soll
  • Zuschauerfrage eines britischen ISP: Warum macht man es in der EU so kompiziert? In UK würde alles viel schneller und eigenständiger gehandhabt.


Desweiteren fallen in der Diskussion interessante Sätze wie z.b. von der Telekom:
"Wir halten uns da manchmal an die gesetzlichen Regelungen." Eine Kollegin unterbricht ihn. "Hab ich manchmal gesagt? Ich meine natürlich 'immer'. Wir halten uns immer an die gesetztlichen Regelungen."

Des öfteren Fällt natürlich auch die Frage warum man solche Filtertechniken einsetzen sollte wo es doch anschließend von der Content Industrie für ihre eigenen Filterungen missbraucht werden könnte. Solche Fragen werden meist damit abgewunken dass man in dieser Sitzung sich nur mit dem Problem von KiPo Bildmaterial im Internet befassen will. Vorallem bei "Photo DNA" wird kritisch gefragt ob es für Kriminelle dann nicht möglich sei anhand von evtl. geleakten Codes aus dieser Datenbank selbst ein Botnetz loszuschicken diese Bilder im Netz für ihn ausfindig zu machen.

Andere Vorschläge wie z.b. bestehende Techniken der Content Industrie bei der Bekämpfung von KiPo Material einzusetzen scheint zuvor keinem eingefallen zu sein. Der Microsoft Mitarbeiter merkt an das es u.a. Techniken zum Filtern von Videos gibt die man dafür sicherlich verwenden könnte, aber dies bisher wohl nicht gemacht wird.

Alles in Allem wird in dieser Runde darüber diskutiert wer wieso nicht welche Filtermöglichkeiten einsetzt, wieso die Polizei nicht vorran kommt, weshalb man von den armen Kindern ablenkt und immer wieder auf mögliche Einschnitte in die Privatsphäre oder der freien Meinungsäußerung aufbringt.

Man sieht: So schlimm Kinderpornographie auch sein mag, diejenigen die die Filtermöglichkeiten anbieten und einsetzen denken wenig über mögliche Folgen für das freie Internet nach.

Nein, das ist keine Anonymous Operation,
aber eine wichtige und unterstützenswerte Operation.



Als Netzaktivisten kollidieren wir immerwieder mit dem Urheberrecht und den Verwertungsgesellschaften.
Meist werden Copyright, Urheberrecht und Contentverwertungsabkommen dazu genutzt das Internet zu Zensieren, und kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen, oft ist es auch pure gängelung.

Wie in dem beschriebenen Fall bei dem die GEMA für CC lizensierte Musik Gebühren kassierte.

CC ist ein von uns in Hamburg für unsere Musik und Videoproduktionen oft genutztes Lizenzmodell, und wenn der Gema-Vermutung kein Ende gesetzt wird, spielen wir mit unseren CC-NC-SA Werken Geld in die Kassen der Content Mafia.

Schaut euch die Geschichte doch mal an:

OPERATION GEMA-VERMUTUNG